Sasser wütet weiter, auch Bundesverwaltung betroffen
06.05.2004/Der neue Computervirus Sasser breitet sich immer noch rasant aus, und nach der jüngsten Version D wird mit weiteren Varianten gerechnet. In den Medien werden Virenexperten mit Schätzungen der Anzahl befallener Rechner zitiert, die von einer Million bis sechs Millionen reichen. In der Schweiz hat es unter anderen auch die Bundesverwaltung getroffen. Wer gestern oder auch heute Morgen beim Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) anrief, bekam als erstes folgende Tonbandansage zu hören: "Virusprobleme in der ganzen Bundesverwaltung. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung." Wie Claudio Frigerio, Mediensprecher des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation, der Netzwoche erklärte, seien nur wenige der insgesamt 35'000 Rechner betroffen, jedenfalls viel weniger als zehn Prozent. Seit Montag sei das BIT dabei, das Problem zu lösen. Zu keiner Zeit sei jedoch ein sensitiver Bereich betroffen gewesen, die Integrität und Vertraulichkeit der Daten sei nicht gefährdet gewesen, und auch zu Datenverlusten sei es nicht gekommen. Zu dem Virenbefall sei es gekommen, weil Patches vor allem in kritischen Systemen immer erst getestet werden müssten, um die Stabilität und Verfügbarkeit der Anwendungen nicht zu gefährden. Die Tests mit dem vor zwei Wochen veröffentlichten Patch von Microsoft seien erst seit kurzem abgeschlossen gewesen, weshalb der Roll-out noch nicht überall vollzogen war.